Persönlichkeitsfragebögen im Internet: Faking in einem webbasierten Selbstbeurteilungs-Instrument

by Udo Konradt, Sebastian Syperek, Guido Hertel

Die vorliegende experimentelle Studie untersuchte die Verfälschbarkeit eines berufsbezogenen Persönlichkeitsfragebogens im World Wide Web durch die Probanden und exploriert, inwieweit das Ausmaß von Faking (Verfälschung durch den Fragebogenanwender) mit Self-Monitoring sowie der Dauer der Fragebogen-Bearbeitung in Zusammenhang steht. Im Rahmen eines experimentellen between-subjects-Designs wurden Probanden angewiesen, (a) den Fragebogen entweder ehrlich zu beantworten, (b) sich selbst bestmöglich darzustellen oder (c) sich so darzustellen, als ob sie sich um eine angestrebte berufliche Position bewerben würden. Die Ergebnisse zeigten eine Fälschungsanfälligkeit des Fragebogen-Instrumentes bei zwei der fünf erfassten Persönlichkeitsdimensionen (Gewissenhaftigkeit und Eigenmotivation). Alter moderierte das Ausmaß der verfälschten Selbstdarstellung, wobei ältere Teilnehmer deutlich günstigere Angaben machten. Unter Kontrolle von Alter und Bildungsniveau konnte nachgewiesen werden, dass Probanden mit hoher Ausprägung von Self-Monitoring stärker zum Faking tendierten als Probanden mit geringer Ausprägung des Merkmals. Zudem zeigten Teilnehmer, die mehr Zeit für die Bearbeitung des Fragebogens benötigten, höhere Tendenzen zum Faking als schnelle Bearbeiter. Implikationen für das E-Recruiting und onlinebasierte Personalauswahlprozesse werden diskutie

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