E-Recruiting aus Bewerbersicht: Der Einfluss von Persönlichkeit und Einstellung auf die Nutzung von Online-Bewerbungsverfahren

Die erste Kontaktaufnahme zwischen Bewerbern und Unternehmen findet immer häufiger über elektronische Bewerbungsverfahren wie E-Mail und Online-Bewerbungsformulare statt. Unternehmen können dadurch Kosten- und Zeiteinsparungen sowie Qualitätsverbesserungen im gesamten Auswahlprozess erzielen (Weitzel, König, Laumer, Eckhardt & von Stetten, 2009). Wie die Bewerber zu den verschiedenen Verfahren stehen, bleibt dabei allerdings oft unbeachtet. In dieser Studie wird deshalb an einer Stichprobe von N=183 Personen untersucht, welche Einflussfaktoren sich auf die Nutzung verschiedener Online-Bewerbungsverfahren auswirken. Dabei sollen sowohl bestimmte Einstellungskomponenten auf Grundlage der „Theorie des geplanten Verhaltens“ von Icek Ajzen (1985) als auch verschieden Persönlichkeitsdimensionen erfasst werden. Die Ergebnisse weisen Zusammenhänge zwischen Neurotizismus, Internet Self-Efficacy sowie den Komponenten des Ajzen Modells und der Nutzungsintention von Online-Bewerbungsverfahren auf. Darüber hinaus lassen sich Unterschiede zwischen Nicht-Nutzern und Nutzern von Online-Bewerbungsformularen aufzeigen. Die regressionsanalytischen Befunde zeigen des Weiteren, dass insbesondere die Einstellung der Bewerber hinsichtlich verschiedener Risiken und Chancen von Web-Formularen, die subjektive Norm in Bezug auf die Mitbewerber und die bisherigen Erfahrungen gute Prädiktoren für die Nutzungsabsicht von Online-Bewerbungsformularen sind.

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