Gestresst im Studium? Ein empirischer Vergleich Studierender verschiedener Hochschultypen und eine explorative Analyse potentieller Stressoren

Zur Erfassung des Stresserlebens der Studierenden diente die Screening-Skala des Trierer Inventars zum chronischen Stress von Schulz, Schlotz und Becker (2003). Insgesamt drei Paarungen von Hochschultypen wurden einem Vergleich unterzogen. Entgegen der getroffenen Annahme konnte bei der vergleichenden Untersuchung von Studierenden einer staatlichen Präsenzfachhochschule und Studierenden einer staatlichen Präsenzuniversität kein signifikanter Unterschied im Stresserleben festgestellt werden. Dagegen ergab der Vergleich zwischen Studierenden einer staatlichen Präsenzuniversität und ihren Kollegen der staatlichen Fernuniversität ein statistisch bedeutsam höheres Stresserleben der Präsenzstudierenden. Die vergleichende Untersuchung von Studierenden einer staatlichen Präsenzfachhochschule und einer privaten Präsenzfachhochschule bestätigte einen signifikant höheren Grad an Stresserleben der staatlich Studierenden. Der Vergleich der Gesamtstichprobe mit der altersspezifischen Normstichprobe (Schulz et al., 2003) belegte die Vermutung, dass das Stresserleben der Studierenden deutlich über dem Durchschnittswert der gleichaltrigen Population liegt. Aus der explorativen Analyse ging hervor, dass die größte Belastung von der hohen Stoffmenge, Leistungsdruck, Zukunftsängsten und der Angst zu versagen ausgeht.

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